Frieden: Die Stille teilen

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Friede

Auch mein Vater war als Kind während des Zweiten Weltkriegs auf der Flucht, genau wie die syrischen Flüchtlinge, die nicht mehr als einen Koffer auf dem Weg hatten. Sein Haus wurde bombardiert. Sein Vater wurde in diesem Krieg erschossen.

Für ihn war es ein Buch mit sieben Siegeln, aber wir wussten und fühlten als Kinder, was er mit sich trug. Er hat nie Frieden damit finden können.

Meine Tochter lebt seit 2 Jahren in einem Kloster, wo sie jeden Tag mit Dutzenden von jungen Schwestern für das Gute und für den Frieden auf dieser Erde betet.

Mittlerweile kommen jeden Tag Flüchtlinge, die wie mein Vater wissen, wie es ist, wenn es Hass und Krieg gibt.

Während der Friedenswoche verbrachte ich viel Zeit in der Valkhof-Kapelle und schaute mir die Flamme an, die dort stand. Eine Flamme, vereint mit allen Flammen der Welt. Die Verbindung zwischen allen Menschen auf dieser Erde.  Sie strahlt das Gute aus, das in jedem Menschen zu finden ist.

Es gab viele berührende Momente. Die Menschen haben hier das Gute gezeigt. Es gab viel Meditation und viele Begegnungen. Schöne, liebevolle Begegnungen. Die Herzlichkeit, mit der die Freiwilligen der Kapelle diesen Ort mit uns geteilt haben. Das Engagement aller Gruppen, die oft nachts bei der Flamme des Friedens Wache hielten.

Währenddessen starben Menschen an Hunger, Frauen wurden vergewaltigt, Menschen wurden obdachlos.

Die Dualität in der Welt ist groß. Es bezieht sich auch auf die Dualität in mir selbst, wenn ich denke, dass ich Recht habe, wenn ich wütend bin und alle möglichen Gefühle durch mich gehen.

Was ist denn Friede für mich? Nach einer Woche, in der ich das getan habe, denke ich, dass es für  mich  die Stille ist, die es dir ermöglicht,  aus der Dualität herauszutreten und wo Liebe sein kann.

Ich hoffe, dass all diese kleinen Tropfen des Friedens, die da sind  , Licht in all das Leid in der Welt bringen können.

Weihnachtslied

Foto: Übergabe der Friedensflamme an Manja im Namen von Vertretern von Het Pad.
Unten: Abendessen und Fotos von der Lichtzeremonie im Tempelhof, dem Atelier des Künstlerduos Huub und Adelheid Kortekaas, den Designern unseres Logos. Manja übergab die Flamme an Femmigje Kortekaas, ihre Tochter. 
Bilder unten: Valkhof-Kapelle von Willem Kienhuis und Meditation von Rigpa Nijmegen.

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